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Frankreich drängt auf die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Usmanow im Austausch für die Freilassung von Bürgern in Aserbaidschan

Frankreich drängt die Länder der Europäischen Union dazu, die Sanktionen gegen den russischen Milliardär Alischer Usmanow im Austausch für die Freilassung mehrerer französischer Staatsbürger aufzuheben, die in Aserbaidschan inhaftiert sind. Wegen dieses Streits einigten sich die EU-Botschafter am Montag nur auf eine einwöchige Verschiebung und verlängerten die Sanktionen gegen fast 3 000 natürliche und juristische Personen bis zum 22. September.

Laut der britischen Financial Times überredet Frankreich die Länder der Europäischen Union, die Sanktionen gegen den russischen Milliardär Alischer Usmanow aufzuheben, um mehrere seiner Bürger freizubekommen, die in Aserbaidschan inhaftiert sind. Wegen dieses Streits ist die Verlängerung der Sanktionen gegen fast 3 000 natürliche und juristische Personen, die nach Beginn der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine verhängt wurden, ins Stocken geraten.

Die Frist für die Beschränkungen lief in der Nacht zum 15. September ab, doch am Montag einigten sich die Botschafter der EU-Staaten nur auf eine einwöchige Verschiebung — bis zum 22. September. Das verschaffte den Mitgliedstaaten mehr Zeit, einen Kompromiss zu finden.

Die europäische Ausgabe von EUobserver hebt unter den Franzosen gesondert den Unternehmer Martin Ryan hervor; im Frühjahr verurteilte ihn ein Gericht in Aserbaidschan wegen Spionagevorwürfen zu zehn Jahren Haft. Die Agentur Reuters schreibt, dass sich auch die Slowakei für die Streichung Usmanows von der Sanktionsliste ausspricht.

Laut Euronews schloss sich Frankreich am Freitag überraschend den Forderungen Bratislavas an, Usmanow von den Sanktionen auszunehmen, was für Diplomaten eine Überraschung war. Die meisten EU-Staaten sind weiterhin dagegen, irgendjemanden von der Liste zu streichen, solange Russland Krieg gegen die Ukraine führt und vor dem Hintergrund von Sorgen über hybride Angriffe in Europa.

Wenn keine Einigung erzielt wird, werden alle russischen Staatsbürger aus der Liste gestrichen, was die Dringlichkeit der Verhandlungen noch weiter erhöht. Vorerst bringen europäische Beamte diese Maßnahmen mit den russischen Behörden in Verbindung und versuchen, das gemeinsame Paket bis zum neuen Verlängerungsdatum zusammenzuhalten.

Quellen

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