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Russland belegt weltweit den ersten Platz beim Anteil von Haushalten mit Katzen

Privater Entwurf

In 59 % der russischen Haushalte lebt mindestens eine Katze, und das ist der höchste Wert der Welt. Auf dem zweiten Platz liegt Rumänien mit 48 %, auf dem dritten Indonesien mit 47 %.

Zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Katzenhaushalten gehören außerdem die Philippinen, Thailand, Polen, Neuseeland, die USA, Lettland und Ungarn, wo es in 35 % der Haushalte Katzen gibt.

Laut dem Statistikportal Seasia Stats führt es die Beliebtheit von Katzen in Osteuropa auf die landwirtschaftliche Vergangenheit zurück, als eine Katze im Haus auf dem Land Vorräte vor Mäusen und Ratten schützte. In den Ländern Südostasiens, so das Portal, werden Katzen zunehmend gehalten, da die Urbanisierung voranschreitet und die Mode für einen westlichen Lebensstil sich verbreitet.

Gleichzeitig liegt Russland auch bei der Zahl der obdachlosen Tiere vorn: Nach der landesweiten Zählung von 2025 wurden im Land 2,8 Millionen obdachlose Katzen und 800.000 Hunde gezählt. Experten sind der Ansicht, dass bis zu 98 % der Straßentiere früher Haustiere waren und auf die Straße gelangten oder verloren gingen.

Die Autoren des Beitrags weisen darauf hin, dass die Maßnahmen gegen das Problem der obdachlosen Tiere weiterhin unzureichend sind: Die Tierheime sind überfüllt, es fehlt an Finanzierung, und Kastration sowie Impfung erfolgen unkoordiniert. In mehreren Regionen empfehlen die Behörden das Erschießen obdachloser Hunde und Katzen oder ihre Einfangung mit anschließender Tötung.

Im Juli 2023 erhielten die Regionen das Recht, selbst zu entscheiden, ob das föderale Programm ОСВВ — Einfangen, Kastration, Impfung, Rückgabe — fortgesetzt oder eigene Methoden festgelegt werden sollen. Dies geschah vor dem Hintergrund von Forderungen einiger regionaler Behörden, darunter in Sibirien und im Fernen Osten, das Erschießen oder Einschläfern obdachloser Hunde zu erlauben.

Gegen den Gesetzentwurf, der das Töten obdachloser Tiere erlauben würde, protestierten Tierschützer sowie öffentliche und kulturelle Persönlichkeiten. In Dutzenden russischer Städte fanden Protestaktionen statt, und in Moskau versammelten sich die Demonstrierenden mehrmals vor dem Gebäude der Präsidialverwaltung.

Quellen

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