Unterstützen Sie den Autor!
Trump kündigte an, CNN, MS NOW und Politico den Zugang zum Weißen Haus zu entziehen
Privater Entwurf
Donald Trump kündigte an, CNN, dem US-Fernsehsender MS NOW und dem Medium Politico den Zugang zum Weißen Haus zu entziehen. Er begründete dies mit ihrer «ständigen Berichterstattung über Fake News» und warnte, dass die Einschränkungen auch andere Medien betreffen könnten.
Auf Truth Social schrieb Trump, dass er diesen Redaktionen den Zugang zum Weißen Haus sperre, und erklärte, Medien sollten nicht «ständig Fiktion und Lügen schreiben oder berichten», wenn sie über den US-Präsidenten, seine Regierung oder die Vereinigten Staaten berichten.
Separat ging er auf MS NOW und Politico los. MS NOW habe seiner Version nach «kürzlich den Namen von MSNBC geändert, wegen mangelnder Zuschauer und mangelnden Vertrauens», obwohl der Sender seinen Namen im November 2025 im Zuge der Ausgliederung der Kabelaktiva von Comcast in das separate Unternehmen Versant geändert habe und danach das Recht verloren habe, die NBC-Marken zu verwenden.
Politico nannte Trump Empfänger eines «illegalen und absurden Abonnements über 8 Mio. $ — ein absoluter Rekord — direkt von der US-Regierung unter dem betrügerischen Joe Biden». Tatsächlich sind diese 8 Mio. $ Ausgaben aller Bundesbehörden für Abonnements von Politico-Diensten, vor allem Politico Pro und E&E News, für das Jahr 2024, und ähnliche Abonnements bezahlte die Regierung auch für The New York Times und The Wall Street Journal.
Im Weißen Haus kommentierte man die Veröffentlichung des Präsidenten zunächst nicht, berichtete CNBC.
Dies ist nicht der erste Konflikt der Trump-Regierung mit der Presse. Im Februar 2025 wurden Journalisten der Associated Press nicht mehr ins Oval Office, an Bord der Air Force One und zu kleineren Veranstaltungen gelassen, nachdem die Agentur sich geweigert hatte, den Golf von Mexiko «Amerikanisch» zu nennen.
AP reichte Klage ein, das Verfahren läuft weiter, und ein Berufungsgericht erlaubte dem Weißen Haus, diese Einschränkungen beizubehalten; gleichzeitig entzog die Regierung der White House Correspondents’ Association das Recht, den Pressepool zusammenzustellen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit führt Trump außerdem Prozesse gegen The New York Times, The Wall Street Journal, die BBC und andere Medien.
Auch über die Regulierungsbehörden übt die Regierung Druck auf Sender aus. Am 10. September erklärte Jimmy Kimmel, dass die Federal Communications Commission ihm, seiner Sendung und ABC mit Blick auf «gewöhnliche, traditionelle redaktionelle Entscheidungen» gedroht habe, weshalb das Interview mit dem demokratischen Senatskandidaten James Talarico nicht im Fernsehen, sondern auf YouTube lief; im August 2026 reichte ABC Klage gegen die FCC ein und bezeichnete die Überprüfungen der Rundfunklizenzen als «Rachekampagne».

