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In Den Haag wurde ein rechtsextremer Protest aufgelöst und ein Marsch gegen Migration verboten
Privater Entwurf
In Den Haag löste die Polizei mehrere Hundert rechtsextreme Demonstrierende auf, nachdem eine Aktion gegen die Migrations- und Asylpolitik in Gewalt umgeschlagen war. Die Stadtbehörden verboten den geplanten Marsch, und der niederländische Sender NOS berichtete von 24 Festnahmen.
Die Stadtverwaltung von Den Haag verbot den Marsch, nachdem auf dem Malieveld, einem Park im Stadtzentrum, Zusammenstöße zwischen Teilnehmern und der Polizei begonnen hatten. Danach forderten die Einsatzkräfte die Menge auf, sich zu zerstreuen, und lösten die Versammelten auf.
Laut NOS wurden 24 Personen festgenommen. Sie wurden aus verschiedenen Gründen in Gewahrsam genommen, darunter wegen Missachtung einer Anordnung und unerlaubten Waffenbesitzes.
Die Aktion wurde von der rechtsextremen Organisation We Are the People organisiert. Die Teilnehmer warfen Feuerwerkskörper und andere Gegenstände auf Polizisten, und die Polizei setzte Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein.
Der niederländische Justizminister David van Weel rief auf X zu einer «äußerst harten» Reaktion auf und nannte das Geschehen «abscheuliche Szenen». Er erklärte, die Demonstrierenden hätten Nazi-Grüße gezeigt, antisemitische Parolen skandiert und Polizisten angegriffen.
Die Ausschreitungen ereigneten sich ein Jahr nach einer rechtsradikalen Demonstration in Den Haag, bei der ein Polizeiwagen in Brand gesetzt wurde. Damals wurde auch die Zentrale der zentristischen Partei D66 angegriffen, deren Vorsitzender der derzeitige Ministerpräsident Rob Jetten ist.

