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«Jabloko» rief Anhänger dazu auf, bei den Wahlen zur Staatsduma Stimmzettel zu verderben, nachdem die Bundesliste gestrichen worden war

«Jabloko» schlug nach der Streichung der Bundesliste von den Wahlen zur Staatsduma seinen Anhängern vor, auf die Fernabstimmung zu verzichten, am 20. September ins Wahllokal zu gehen und den Stimmzettel für die Parteilisten ungültig zu machen. In der Partei nannten sie diese Strategie einen «Plan des Gewissens, des Friedens und der bürgerlichen Verantwortung» und sagten, dass sie auch in Einmandatswahlkreisen angewendet werden könne, wenn dort kein Kandidat von «Jabloko» antritt.
In «Jabloko» erinnerten sie daran, dass der Stimmzettel für ungültig erklärt wird, wenn in ihm in mehr als einem Kästchen Markierungen gesetzt sind. Wenn man hingegen kein einziges Häkchen setzt, so die Partei, «besteht das Risiko, dass andere das an Ihrer Stelle tun».
In der Partei hieß es außerdem, dass dies auch für nichtparlamentarische Parteien gelte — also für Parteien, die in der Staatsduma nicht vertreten sind. In «Jabloko» bezeichneten sie diese als Scheinparteien und erklärten, dass sie sich in nichts Grundlegendem von den Parlamentsparteien unterscheiden.
Nach Ansicht von «Jabloko» waren es gerade Vertreter nichtparlamentarischer Parteien, die in diesem Wahlkampf für Klagen über den Ausschluss von Kandidaten und Parteilisten von den bundesweiten und regionalen Wahlen eingesetzt wurden. Dasselbe Schema empfiehlt «Jabloko» auch bei der Abstimmung in Einmandatswahlkreisen anzuwenden, wenn dort kein Kandidat der Partei antritt.
Der Oberste Gerichtshof Russlands strich Anfang August die Bundesliste von «Jabloko» von den Wahlen zur Staatsduma. Anlass dafür war eine Klage der Partei «Rodina», die «Jabloko» der Verletzung von Urheberrechten und illegalen Zahlungen für Wahlwerbung beschuldigte.
In mehreren Regionen wurde «Jabloko» auch von der Teilnahme an den Regionalwahlen ausgeschlossen. Die Partei erklärte, dass sie so viele ihrer Kandidaten wie möglich über Einmandatswahlkreise in die Staatsduma bringen und außerdem den Einzug ihrer Listen in die gesetzgebenden Versammlungen der Oblaste Nowgorod und Tomsk erreichen wolle.
Außerdem hofft «Jabloko», Abgeordnete in die gesetzgebenden Versammlungen von Sankt Petersburg, Karelien, den Oblasten Swerdlowsk, Pskow, Nowgorod und Kaliningrad zu wählen. Gemeint sind Kandidaten in Einmandatswahlkreisen in den Regionen, in denen die Partei weiterhin am Wahlkampf teilnimmt.

