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Das Gesundheitsministerium hat die Registrierung von «Zeposia» und «Signifor» aufgehoben

Das Gesundheitsministerium hat die Registrierung von «Zeposia» aufgehoben, das bei Multipler Sklerose und schwerer Colitis ulcerosa eingesetzt wurde, auf Initiative des Herstellers Celgene International SAR. Die Pharmaexpertin Tatjana Chodanowitsch sagte, dass es in Russland derzeit keinen registrierten Ersatz für dieses Präparat gibt.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass die Registrierung von «Zeposia» auf Initiative des Herstellers — des Unternehmens Celgene International SAR — aufgehoben wurde. Die Gründe für diese Entscheidung wurden in der Behörde nicht erläutert, und zuvor war das Präparat in der Liste der lebensnotwendigen und wichtigsten Arzneimittel enthalten.

Die Generaldirektorin des Dienstes Pharmedu, Tatjana Chodanowitsch, erklärte, dass es derzeit in Russland nichts gibt, womit «Zeposia» ersetzt werden könnte. Ihren Worten zufolge müssen die Patientinnen und Patienten gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten eine neue Therapie auswählen und sich auf eine schwierige Anpassungsphase vorbereiten.

Chodanowitsch ist der Ansicht, dass der Regulator in die Situation eingreifen sollte, da es keine registrierte Alternative gibt und Multiple Sklerose eine chronische Erkrankung ist, die eine kontinuierliche Behandlung erfordert. Gleichzeitig hat Russland den Kauf von «Zeposia» bereits im Jahr 2025 eingestellt.

Im Jahr 2023 wurden 69 Packungen des Präparats für 3,5 Mio. Rubel gekauft, und 2024 — 29 Packungen für 3,8 Mio. Rubel. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es 2025 in Russland rund 101.000 Menschen mit Multipler Sklerose.

Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die zu Störungen des Sehvermögens, der Sensibilität, der Koordination und der motorischen Funktionen führen kann. Innerhalb von fünf Jahren bis 2025 stieg die Zahl der Hospitalisierungen mit dieser Diagnose im Land um 38,2 %.

Gleichzeitig hob das Gesundheitsministerium die Registrierung von «Signifor» auf — einem Präparat aus der Liste der VEDL, das auf Pasireotid basiert und bei der Cushing-Krankheit eingesetzt wird. Es wird von Recordati Rare Diseases hergestellt, und den Patientinnen und Patienten steht in diesem Fall ein Wechsel auf Osilodrostat desselben Unternehmens zur Verfügung.

Die Leiterin des Lehrstuhls für Endokrinologie und metabolische Gesundheit an der Sechenow-Universität, Nina Petunina, bewertete die Wirksamkeit von Osilodrostat mit 76–86 % gegenüber 40 % bei Pasireotid. Eine weitere Option könnte «Signifor LAR» sein, doch dieses Arzneimittel ist bislang nicht registriert und nur per Entscheidung eines Konsiliums eines föderalen medizinischen Zentrums erhältlich.

Ein Vertreter des Herstellers von «Signifor» verband die Entscheidung zur Beendigung der Registrierung mit der Optimierung des Produktportfolios. Insgesamt hat das Gesundheitsministerium im Sommer 2026 23 Präparate aus dem Register gestrichen.

Quellen

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