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Israels Kulturminister drohte, den Regisseuren von «NAZA» die Staatsbürgerschaft zu entziehen

Israels Kulturminister Miki Zohar drohte, den Regisseuren Yuval Abraham und Rachel Szor die Staatsbürgerschaft zu entziehen, nachdem ihr Dokumentarfilm «NAZA» beim Filmfestival von Venedig den Sonderpreis der Jury erhalten hatte. Zohar nannte den Film «Verrat am Staat» und erklärte, er beabsichtige, unverzüglich ein Verfahren zum Entzug der Staatsbürgerschaft einzuleiten.

Miki Zohar nannte «NAZA» einen «Verrat am Staat» und erklärte, die Filmemacher seien bereit, «ihrer Heimat zu schaden, um den Applaus von Antisemiten auf der ganzen Welt zu bekommen». Der israelische Kulturminister sagte, er werde unverzüglich das Verfahren zum Entzug der Staatsbürgerschaft von Yuval Abraham und Rachel Szor einleiten.

Laut The Guardian erzählt der Dokumentarfilm «NAZA», der in Zusammenarbeit mit Journalisten des Mediums entstanden ist, davon, wie die israelische Armee Ziele für Angriffe auf Gaza auswählte. Die Autoren behaupten, mit 24 israelischen Militärangehörigen und Geheimdienstmitarbeitern gesprochen zu haben, die über Zielsysteme auf Basis künstlicher Intelligenz berichteten.

Am Samstag erhielt «NAZA» den Sonderpreis der Jury des Filmfestivals von Venedig. Der Entzug der Staatsbürgerschaft ist in Israel möglich, wird in der Praxis jedoch selten angewendet.

Dafür braucht es einen Antrag des Innenministers, die Zustimmung des Justizministers und eine Gerichtsentscheidung. Vor einem Jahr wurden Abraham und Szor für den Dokumentarfilm «No Other Land» mit dem «Oscar» ausgezeichnet, in dem es um den Abriss palästinensischer Dörfer im Westjordanland durch das israelische Militär ging, und auch in Israel stieß dieser Film auf Kritik.

Quellen

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