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AfD führt bei der Wahl in Sachsen-Anhalt mit 44,5 % der Stimmen

Nach den ersten Hochrechnungen führt die AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt mit 44,5 % der Stimmen. Das ist das beste Ergebnis der Partei bei Landtagswahlen in ihrer gesamten Geschichte, doch ob sie eine Regierung bilden kann, ist noch unklar.

Bei der vorherigen Landtagswahl im Jahr 2021 erhielt die AfD 20,8 % der Stimmen. Jetzt ist ihr Ergebnis fast doppelt so hoch.

Die Christlich-Demokratische Union, die seit 2002 alle Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt gewonnen hat, kommt auf 18,5 %. Die Linke erreicht 9,5 %, die Grünen 9 %, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands 8 %.

Das «Bündnis Sahra Wagenknecht» liegt mit 5 % an der Schwelle zum Einzug in den Landtag, und die Freie Demokratische Partei mit 2 % schafft es nicht hinein. Die Wahlbeteiligung lag ohne Briefwahl bei mehr als 76,5 %; bei der vorherigen Wahl im Jahr 2021 betrug sie 60,3 %.

Ob die AfD in Sachsen-Anhalt an die Macht kommen kann, ist noch unklar. Die übrigen Parteien, die sicher in den Landtag einziehen, schließen eine Koalition mit ihr aus, daher kann die AfD nur dann eine Regierung bilden, wenn sie die absolute Mehrheit der Sitze erreicht.

Für ein solches Ergebnis muss die Partei nicht mehr als 50 % der Stimmen erhalten: Das Mandatsresultat hängt unter anderem davon ab, wie viele Parteien am Ende in den Landtag einziehen. Seit 2023 wird der Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt von den Sicherheitsbehörden als «gesichert rechtsextremistisch» eingestuft.

Wenn die Partei allein eine Regierung bilden kann, wäre das der erste Fall in der Geschichte des modernen Deutschlands, in dem ein Bundesland von einer politischen Kraft mit diesem Status geführt wird. In ihrem Programm tritt die AfD für eine Verschärfung der Migrationspolitik, eine Annäherung an Russland, die Aufhebung der Sanktionen gegen es und die Rückkehr ukrainischer Flüchtlinge in die Ukraine ein.

Die Außenpolitik fällt größtenteils in die Zuständigkeit der Bundesbehörden: Die Regierung von Sachsen-Anhalt kann die Sanktionen nicht selbst aufheben, aber sie kann diese Position über den Bundesrat vorantreiben — die Kammer, in der die Länder vertreten sind. Der Innenminister des benachbarten Thüringen, Georg Maier, warnte vor Sicherheitsrisiken, falls ein AfD-Vertreter das Landesinnenministerium leitet, da sensible Informationen deutscher Sicherheitsbehörden nach Russland gelangen könnten.

Quellen

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