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Die Ukraine warnte die ICAO vor der Gefahr von Flügen über Russland

Der ukrainische Infrastrukturminister Nikolaj Kalaschnik hat dem ICAO-Generalsekretär Juan Carlos Salazar Gómez einen Brief mit einer Warnung vor der Gefahr von Flügen über Russland geschickt. Kiew hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation offiziell über die Risiken informiert und dazu aufgerufen, solche Flüge einzuschränken.

In Kalaschniks Brief, den «Zerkalo nedeli» eingesehen hat, heißt es, dass die Ukraine ihren Himmel bereits im Februar 2022 geschlossen habe und Russland die Risiken missachtet habe, was nach Einschätzung Kiews zu einer Reihe von Flugkatastrophen geführt habe.

Der Minister schrieb, dass die Ukraine, die ihr unveräußerliches Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 der UN-Charta wahrnimmt, «gezwungen ist, angemessen auf die russischen terroristischen Luftangriffe zu reagieren».

Seinen Worten zufolge kann vor dem Hintergrund der von der Russischen Föderation provozierten Eskalation die Anwesenheit ziviler Luftfahrzeuge im Luftraum Russlands besonders hohe Risiken bergen.

Kalaschnik rief dazu auf, «die Luftfahrtbehörden, Anbieter von Flugsicherungsdiensten und Fluggesellschaften», die in Russland tätig sind, dazu zu bewegen, Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Zivilluftfahrt zu ergreifen. Dabei geht es unter anderem um ein vollständiges Flugverbot über Russland für die Staaten — Mitglieder der ICAO.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigte, dass die Ukraine die ICAO offiziell über die Unsicherheit des russischen Himmels informiert habe, und rief dazu auf, ihn zu meiden.

Sybiha nannte dies eine «verantwortungsvolle Entscheidung» und erklärte, Kiew wolle Fluggesellschaften und Regierungen warnen, um unbeabsichtigte Zwischenfälle zu verhindern.

Quellen

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