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Politico: Russland zerstört 37–40 ukrainische Lokomotiven pro Monat

Russland greift in den letzten Monaten gezielt ukrainische Züge an und legt nach Angaben von Politico 37–40 Lokomotiven pro Monat lahm. Seit Beginn der Invasion wurden mehr als 500 Lokomotiven getroffen, und die Eisenbahn bleibt unter den Bedingungen des geschlossenen Luftraums der wichtigste Weg zur Versorgung der Armee sowie zum Transport von Menschen und Gütern.

Nach Angaben von Politico entfielen mehr als 60 % der beschädigten Lokomotiven auf die letzten acht Monate. Die meisten Angriffe erfolgen in einer Entfernung von bis zu 200 km von der Frontlinie oder der Grenze zu Russland, vor allem im Osten und Süden der Ukraine, doch die Angriffszone weitet sich aus.

Der Vorstandsvorsitzende der AG «Ukrzaliznyzja», Oleksandr Perzowskyj, sagte Politico, dass für die Angriffe Relaisstationen in Belarus genutzt würden, und das ermögliche es, auch westliche Regionen anzugreifen. Dieses Schema gebe den Betreibern die Möglichkeit, Drohnen in Echtzeit zu steuern, trotz Maßnahmen der elektronischen Kriegsführung.

In den letzten Tagen wurden Angriffe auch an der Grenze zu Polen registriert: Eine Drohne traf die Lokomotive des Zuges «Kyjiw — Warschau» am Bahnhof Jahodyn in der Oblast Wolyn. Dies geschah kurz nachdem ein anderer Zug mit westlichen Beratern, Beamten und dem ehemaligen britischen Premierminister Boris Johnson die Grenze überquert hatte.

«Ukrzaliznyzja» teilte mit, dass sich in einem weiteren Zug, der sich zum Zeitpunkt des Angriffs am Bahnhof Jahodyn befand, der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus befand. Laut Perzowskyj bleibt die Reparatur von Lokomotiven derzeit die oberste Priorität des Unternehmens.

Er erklärte, dass sich «Ukrzaliznyzja» auf die Hilfe der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie der Weltbank stütze, die Zerstörungsgeschwindigkeit jedoch zu hoch sei, als dass die eigenen Mittel des Unternehmens ausreichen würden. Eine neue Lokomotive kostet etwa 5 Mio. Euro, und ein schneller Ersatz wird auch durch die unterschiedliche Spurweite behindert: Die ukrainische unterscheidet sich von der europäischen.

Die gleiche Spurweite gibt es nur in den baltischen Staaten und in Finnland, was die Möglichkeiten einer schnellen Lieferung von Rollmaterial einschränkt. Litauen hat versprochen, der Ukraine im kommenden Winter mit Lokomotiven zu helfen.

Quellen

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