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Reshetnikov nennt drei Bedingungen für zukünftiges Wirtschaftswachstum

Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Maxim Reshetnikov, nannte in seiner Antwort an RBC am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums drei Schlüsselfaktoren, auf denen seiner Meinung nach das neue Modell der russischen Wirtschaft aufgebaut werden sollte. Unter ihnen hob er Makrostabilität, die Verbesserung des Geschäftsklimas und die Unterstützung von Technologien hervor.
Reshetnikov antwortete RBC im Rahmen einer Umfrage unter den Teilnehmern des Östlichen Wirtschaftsforums. Die Publikation stellte drei Fragen: zum Verhältnis von «Kriegs-» und «Zivilwirtschaft», zu den «drei Säulen» des Wirtschaftswachstums und dazu, wie der Fachkräftemangel im Fernen Osten behoben werden kann.
Auf die erste Frage sagte der Minister, dass angesichts der «modernen Herausforderungen» Technologien immer häufiger eine Doppelnutzung erhalten und die strikte Trennung zwischen zivilem und militärischem Sektor allmählich verschwindet. Er ist außerdem der Ansicht, dass die derzeit im militärisch-industriellen Komplex geschaffenen Kapazitäten schneller auf die Produktion ziviler Erzeugnisse umgestellt werden können und dass zivilen Unternehmen möglicherweise die Möglichkeit gegeben werden sollte, sich aktiver in das Versorgungssystem für Verteidigungszwecke einzubringen.
Als erste «Säule» des künftigen Wachstums nannte er die Wahrung der makroökonomischen Stabilität und die Normalisierung des Haushaltsdefizits. Laut Reshetnikov wird es ohne dies schwierig sein, die Zinsen in der Wirtschaft zu senken und einen neuen Investitionszyklus zu starten.
Als zweiten Faktor nannte der Minister die Verbesserung des Geschäftsklimas und des institutionellen Umfelds, die Unterstützung des Unternehmertums und die Entwicklung des Wettbewerbs. Als dritten Punkt benannte er die maximale Förderung neuer Technologien und Innovationen, einschließlich der Plattformökonomie und KI, sowie eine Regulierung, die hilft, Arbeitskräfte, Anlagevermögen und Energiekapazitäten auszulasten.
Auf die Frage nach den Fachkräften sagte Reshetnikov, dass der Mangel an Arbeitskräften im Fernen Osten und in anderen Regionen nicht nur durch zusätzlichen Zuzug von Menschen behoben werden könne, sondern auch durch die Arbeit mit den bereits in den Regionen vorhandenen Fachkräften sowie durch Förderprogramme. Er fügte hinzu, dass gut bezahlte Arbeitsplätze durch bezahlbaren Wohnraum, soziale und Verkehrsinfrastruktur ergänzt werden müssten, damit Menschen mit der Region langfristige Pläne für sich und ihre Familie verbinden.
RBC zitierte außerdem den Chef des Russischen Unternehmer- und Industriellenverbandes, Alexander Schochin, der sagte, dass Investitionen in Bildung, Medizin, ein günstiges Lebensumfeld, Infrastruktur und Möglichkeiten zur Selbstentwicklung sich vollständig auszahlen. Der Sonderbeauftragte des Präsidenten Russlands für die Beziehungen zu internationalen Organisationen zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, Boris Titow, nannte seinerseits erschwingliches Fremdkapital und ein institutionelles Umfeld, in dem Investoren möglichst langfristig «vorausplanen» können, als notwendig.

