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In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Erinnerung an 65.000 sowjetische Kriegsgefangene im «Stalag 326» gedacht

In Schloß Holte-Stukenbrock in der Bundesrepublik Deutschland fand eine Gedenkzeremonie für rund 65.000 sowjetische Kriegsgefangene statt, die im Lager «Stalag 326 (VI K) Senne» ums Leben kamen. Die Teilnehmer legten Kränze und Blumen am zentralen Obelisken nieder und gedachten der Toten mit einer Schweigeminute.
In Schloß Holte-Stukenbrock im Bundesland Nordrhein-Westfalen fand eine Gedenkzeremonie für rund 65.000 sowjetische Kriegsgefangene statt, die im Lager «Stalag 326 (VI K) Senne» ums Leben kamen. Die Veranstaltung auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof war dem 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gewidmet.
An der Zeremonie nahmen der russische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Sergej Netschajew, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Vertretung, Vertreter öffentlicher Organisationen, Aktivisten, Landsleute und Bürger Deutschlands teil. Die Teilnehmer legten Kränze und Blumen am zentralen Obelisken nieder und gedachten der Gefallenen mit einer Schweigeminute.
Im Rahmen der Zeremonie traten auch Vertreter deutscher antifaschistischer Organisationen auf. Mit einer Rede an die Versammelten wandten sich die Politologin Petra Erler und Aktivisten der NGO «Blumen für Stukenbrock», die sich seit mehr als einem halben Jahrhundert der Bewahrung des Andenkens an die sowjetischen Kriegsgefangenen widmet, die im «Stalag 326 (VI K)» ums Leben kamen.
Netschajew erklärte, dass Russland und Deutschland gemeinsam mit verantwortungsbewussten deutschen Politikern in der Nachkriegsgeschichte den Weg der historischen Versöhnung geebnet hätten und dass dies «wirklich nicht leicht» gewesen sei. Seinen Worten zufolge habe die Annäherung der beiden Länder nach der Befreiung Deutschlands der Welt und Europa viel Positives gebracht, und eine gemeinsame Erinnerungskultur könne zum Schlüssel für die Wiederherstellung normaler Beziehungen werden.
Der Botschafter fügte hinzu, dass es in Deutschland mehr als 4.000 Kriegsgräberstätten und Denkmäler gebe, die in der Regel ordnungsgemäß gepflegt würden, und betonte die guten Beziehungen zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auf der Gräberstätte in Schloß Holte-Stukenbrock ruhen die Gebeine von 65.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, von denen 15.503 namentlich bekannt sind.
Auf dem Gelände der Gedenkstätte befinden sich ein Obelisk mit roten Sternen und einem orthodoxen Kreuz, ein Gedenkpavillon sowie 16 Betonstelen mit Glasoberfläche, auf denen die Namen der Kriegsgefangenen verzeichnet sind. Die Gräberstätte wird vom Dokumentationszentrum «Stalag 326 (VI K) Senne» betreut.

