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Auf Malta wurde der Geschäftsmann Yorgen Fenech im Mordfall an Daphne Caruana Galizia freigesprochen

Privater Entwurf

Eine Jury in Valletta, der Hauptstadt Maltas, hat den maltesischen Geschäftsmann Yorgen Fenech im Mordfall der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia freigesprochen. Ihm wurde Beihilfe zum Mord und Verschwörung zur Begehung der Tat vorgeworfen.

Das Urteil fiel nach acht Stunden Beratung: Die Geschworenen stimmten mit 8 zu 1 für einen Freispruch Fenechs in beiden Anklagepunkten. Im überfüllten Saal jubelten Fenechs Angehörige, während die Familie Caruana Galizias weinte.

Daphne Caruana Galizia wurde im Oktober 2017 getötet: Neben ihrem Auto explodierte eine Bombe. Sie war 53 Jahre alt.

Im Jahr 2022 wurden die Brüder George und Alfred Degiorgio wegen ihrer Beteiligung an diesem Mord zu jeweils 40 Jahren Haft verurteilt. Im Jahr 2025 erhielten Robert Agius und Jamie Vella lebenslange Haftstrafen wegen der Lieferung der Bombe.

Caruana Galizia war für ihre Recherchen zu Korruption, Geldwäsche und organisierter Kriminalität bekannt, die sie in ihrem Blog Running Commentary veröffentlichte. Sie war auch an den Panama Papers-Recherchen beteiligt, die Offshore-Strukturen aufdeckten und Vorwürfe gegen hochrangige Beamte in Malta auslösten.

Während des Prozesses hörten die Geschworenen, dass Fenech angeblich den Tod der Journalistin wollte, weil sie Informationen über ihn aufdecken wollte. Er bestritt alle Vorwürfe und versuchte, die Verantwortung auf Keith Schembri abzuwälzen, den ehemaligen Stabschef des damaligen maltesischen Premierministers Joseph Muscat; die Polizei erklärte dem Gericht, Schembri sei nie verdächtigt worden, und er selbst wies jede Beteiligung an dem Mord zurück. Fenech, einer der reichsten Männer Maltas, war Eigentümer eines Unternehmens, über das Caruana Galizia wenige Monate vor ihrem Tod geschrieben hatte.

Der Mord löste auf Malta breite Empörung und Proteste aus, und Muscat trat im Januar 2020 wegen der politischen Folgen des Falls zurück. Die Familie Caruana Galizias erklärte, die institutionellen Versäumnisse, die ihre Ermordung ermöglicht hätten, seien bis heute weder behoben noch reformiert worden.

Quellen

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