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Das Finanzministerium schlug vor, Einkommen aus dem Verkauf von Wohnungen in die progressive Einkommensteuer einzubeziehen
Privater Entwurf
Das Finanzministerium schlug vor, ab 2027 die Einkünfte aus dem Verkauf von Immobilien in die allgemeine Steuerbemessungsgrundlage einzubeziehen und darauf die progressive Einkommensteuer von 13 % bis 22 % anzuwenden. Die Vergünstigung beim Verkauf von Wohnraum nach Ablauf der Mindesthaltefrist bleibt dabei erhalten.
Die vom Finanzministerium angekündigte Erhöhung der Steuer auf passive Einkünfte wird viele Russen betreffen, die Wohnungen verkaufen, teilten Steuerberater mit.
Ihnen zufolge werden solche Einkünfte derzeit mit 13 % auf die Steuerbemessungsgrundlage bis zu 2,4 Mio. Rubel und mit 15 % auf den darüber hinausgehenden Betrag besteuert, und ab 2027 soll das Einkommen aus dem Verkauf von Immobilien in die allgemeine Steuerbemessungsgrundlage einbezogen und mit einem Satz von 13 % bis 22 % besteuert werden.
Das Finanzministerium will, dass das Einkommen aus dem Verkauf einer Wohnung mit dem Gehalt und anderen Einkünften zusammengezählt wird. Die Vergünstigung beim Verkauf von Wohnraum nach Ablauf der Mindesthaltefrist soll nicht abgeschafft werden.
Die Partnerin von Five Stones Consulting, Ekaterina Boldinova, sagte, dass bei einem Gehalt von 125 Tsd. Rubel pro Monat das zusätzliche steuerpflichtige Einkommen pro Jahr 900 Tsd. Rubel nicht überschreiten dürfe, um im Bereich des Steuersatzes von 13 % zu bleiben. Nach Berechnungen des Unternehmens würde beim Verkauf einer Wohnung für 10 Mio. Rubel die Gesamtsteuer nach dem geltenden System 1,647 Mio. Rubel betragen, und nach dem neuen 1,872 Mio. Rubel.
Bei Consul Group wurde ein Beispiel für eine Wohnung angeführt, die für 20 Mio. Rubel gekauft und nach zwei Jahren für 50 Mio. Rubel verkauft wurde: In diesem Fall würde die Steuerlast um etwa 950 Tsd. Rubel steigen. Wenn der Verkäufer ein Jahresgehalt von 6 Mio. Rubel erhält, würde die Gesamtsteuer um 1,27 Mio. Rubel steigen.
Die Änderungen könnten auch Eigentümer teurer Immobilien betreffen: Für Objekte mit einem Katasterwert von über 300 Mio. Rubel soll die Begrenzung des Steueranstiegs auf 10 % pro Jahr aufgehoben werden, und für neue Objekte soll der Vorzugskoeffizient 0,6 im ersten Jahr entfallen.
Die Regierung plant außerdem, die Steuereinnahmen nicht nur aus dem Verkauf von Immobilien, sondern auch aus Zinsen auf Bankeinlagen und anderen Vermögenswerten zu erhöhen. Nach Schätzung des Finanzministeriums werden die Änderungen nicht mehr als 6 % der Steuerzahler betreffen, also etwa 4 Mio. Menschen, und im Falle einer Verabschiedung sollen die neuen Regeln ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Darüber hinaus wollen die Behörden das Haushaltsdefizit verringern, von dem etwa ein Drittel der Ausgaben auf militärische Zwecke entfällt, und im Jahr 2027 die Einnahmen auf den Rekordwert von 1,02 Bio. Rubel bringen. Ab dem nächsten Jahr will die Regierung die progressive Einkommensteuer auf Zinsen aus Einlagen, Einkünfte aus dem Verkauf von Wertpapieren und Dividenden ausweiten.

