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Das Gagarinski-Gericht in Moskau verurteilte den ehemaligen Top-Manager von «Rosnano» Andrei Kuschnarjow zu neun Jahren Haft in einer Strafkolonie
Privater Entwurf
Das Gagarinski-Gericht in Moskau verurteilte den ehemaligen Top-Manager von «Rosnano» Andrei Kuschnarjow zu neun Jahren Haft in einer Strafkolonie und befand ihn der besonders schweren Veruntreuung im Fall der Veruntreuung von mehr als 7,5 Milliarden Rubel für schuldig. Er wurde damit zum zweiten ehemaligen Leiter des Staatskonzerns aus dem Team von Anatoli Tschubais, der in einem Fall von milliardenschwerer Veruntreuung eine reale Haftstrafe erhielt.
Das Gagarinski-Gericht in Moskau verurteilte den ehemaligen Top-Manager von «Rosnano» Andrei Kuschnarjow zu neun Jahren Haft in einer Strafkolonie und befand ihn der besonders schweren Veruntreuung im Fall der Veruntreuung von mehr als 7,5 Milliarden Rubel für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre und zehn Monate Freiheitsentzug beantragt.
Das Gericht verhängte außerdem gegen Kuschnarjow eine Geldstrafe von 76 Millionen Rubel und entzog ihm für zweieinhalb Jahre das Recht, Führungspositionen zu bekleiden. Die Zivilklage von «Rosnano» über mehr als 7,5 Milliarden Rubel wurde stattgegeben.
Kuschnarjow war geschäftsführender Direktor für Investitionstätigkeit bei «Rosnano» und leitete zugleich die ООО «Krokus nanoelektronika». Das Unternehmen wurde von «Rosnano» gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Crocus Technology für das Crocus-Projekt gegründet, das den Start der Produktion von nichtflüchtigem MRAM-Speicher für Mikrocontroller und Mikrochips in Russland vorsah.
Insgesamt wurden fast 12 Milliarden Rubel in das Projekt investiert, doch das Werk nahm nie den Betrieb auf. Nach Angaben der Ermittler wurden von April 2013 bis März 2021 mehr als 7,5 Milliarden Rubel von den Projektteilnehmern veruntreut, und sie hatten nicht vor, die Produktion zu entwickeln.
Die Strafsache wurde vom Innenministerium im September 2024 eingeleitet, woraufhin Kuschnarjow festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht wurde. Sein mutmaßlicher Komplize — der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Vorstands von «Rosnano» Juri Udalzow — wird international gesucht und ist in einem anderen Fall von der Anklage wegen der Veruntreuung von 6,7 Milliarden Rubel bei der Entwicklung flexibler Tablets betroffen.
Im April erhielt in diesem Fall der ehemalige Generaldirektor von «Plastik Lodschik» Boris Galkin neun Jahre Haft in einer Strafkolonie; das Gericht stellte fest, dass Udalzow, Galkin und der Investitionsdirektor von «Rosnano» Nikolai Tychinin unter dem Deckmantel der Umsetzung des Projekts «Plastikelektronik der neuen Generation» mehr als 6,67 Milliarden Rubel veruntreut hatten. Im Juni 2025 wurden Udalzow und Tychinin in Abwesenheit festgenommen, und die ehemaligen Top-Manager von «Rosnano» Irina Rapoport und Oleg Kisselew wurden wegen besonders schweren Betrugs zur Fahndung ausgeschrieben.

